Was uns antreibt — wir stellen uns vor!

21. August 2014 at 16:00

Hallo und herzlich willkommen zu unserem ersten Blogeintrag auf foahstmit.at. Heute möchten wir uns der Geschichte von foahstmit widmen und erklären was der Hintergrund des Projektes ist (inhaltliche Motivation). In den kommenden Tagen (einmal pro Woche) werden dann laufend Themen rund um Mobilität und dem Team hinter foahstmit.at vorgestellt … wir freuen uns auf einen regen Austausch zu unseren Themen. Jeder ist eingeladen Meinungen, Anregungen und auch Kritik einzubringen, um gemeinsam die Initiative weiter vorantreiben zu können!

Was steckt hinter foahstmit.at?

Seit einigen Jahren hat das Thema „Fahrgemeinschaft“ – gestützt durch die neuen Möglichkeiten des Internets für die breite Bevölkerung – auch in Österreich etwas an Fahrt gewonnen. Durch verschiedene Auskunftssysteme und webbasierten Mitfahrbörsen über unterschiedliche Webplattformen könnten Personen Mobilitätsansprüche durchaus dahingehend optimieren, als das gegen steigende Spritpreise vorgegangen wird und umweltbewusste Aktionen gesetzt werden. In der Mühlviertler Alm gibt es einige gemeindespezifische Ansätze, die jedoch oftmals aufgrund der zu geringen „kritischen Masse“ nicht praxistauglich angewandt werden können. Wie eine kurze Umfrage unter den Gemeinden ergab, gibt es kaum Mitfahrbörsen die schnell und einfach auffindbar sind. Jene Orte, die bereits in die genannte Richtung gedacht haben, können nur wenige Fahrten anbieten. Nachstehend finden sich ausgewählte Zitate aus der Vorabanalyse.

„In Weitersfelden gab es bereits vor ca. 3 Jahren eine Mitfahrbörse online auf www.weitersfelden.at, auf Initiative des Lokalen Agenda 21 Arbeitskreises Familie und Jugend. Diese wurde allerdings leider sehr wenig bis gar nicht genutzt und daher wieder abgestellt. Der Grund für die geringe Inanspruchnahme wird darin gesehen, dass Mitfahrgelegenheiten im ländlichen Raum aufgrund der guten gesellschaftlichen Kontakte im Ort („jeder kennt jeden“) noch persönlich abgesprochen werden.“ [Weitersfelden]

„Bei uns in St. Leonhard b. Fr. finden keine Aktivitäten statt.“ [St.Leonhard]

„[…] soweit uns bekannt, gibt es in Unterweißenbach keine Aktivitäten betreffend Mitfahrbörse/ Mitfahrgelegenheit/Fahrgemeinschaft öffentlicher Natur. Sehr wohl gibt es zahlreiche private Fahrgemeinschaften. Vor Jahren (2006) gab es eine Initiative durch einen Bewohner aus Unterweißenbach. Das Projekt ist allerdings nicht zustande gekommen.“ [Unterweißenbach]

„Eine Mitfahrbörse gibt es in Kaltenberg noch nicht. Private Fahrgemeinschaften gibt es sicherlich.“ [Kaltenberg]
„Im Jahr 2012 haben wir uns im ÖAAB Schönau intensiv mit dem Thema Pendeln beschäftigt. Fazit der Studie und ein Jahr intensiver Beschäftigung mit dem Thema Pendeln: Es MUSS eine kritische Masse erreicht werden!“[Schönau]

Aus der gezeigten Situation wird deutlich, dass zum einen vorhanden Bemühungen zu wenig von der Bevölkerung genutzt werden, und zum anderen keine übersichtliche Darstellung von potentiellen gemeinsamen Wegen und Fahrten bis jetzt realisiert wurde. Dennoch ist ein erstes Commitment der beteiligten Gemeinden klar erkennbar und eine gute Zusammenarbeit ist absolut realistisch. Mitfahrgemeinschaften dienen vor allem dazu, dass Nutzer Ihre eigene Mobilität verbessern und dabei gleichzeitig Kosten sparen bzw. einen gewissen Zuschuss durch Mitfahrer lukrieren können. Dennoch zeigen erste Anfragen, dass dieses Thema in „unserer Region Mühlviertler Alm“ noch nicht den entsprechenden Anklang gefunden zu haben. Basierend auf dieser Ausgangslage kommt nun das Projekt „foahstmit?“ ins Spiel, welches vor allem durch regionale Fokussierung charakterisiert sein wird. Das Projekt wird von dem Sozialfestival „Tu was – dann tut sich was“ entsprechend gefördert. 

Ziel des Projektes

Durch die Konzeption einer regionalen Initiative mittels einer ortsübergreifenden, webbasierten Mitfahrplattform, welche einfach und anschaulich gestaltet wird, sollen die Bürger der Mühlviertler Alm Region schnell und unkompliziert die Möglichkeit haben, definierte Wege mit dem Auto einzusehen (Informationstransparenz). Durch diesen ersten Überblick, können verschiedenste Aktivitäten frei von den jeweiligen Menschen getätigt werden. Primäres Ziel hier ist die Eingabe von eigenen Gesuchen bzw. Angeboten. Pendelt beispielsweise eine Person täglich von Ort XY nach Linz so kann dieser durch einmalige Eingabe diesen Vermerk auf der Plattform hinterlassen. Somit ist das Hauptziel hier, eine übersichtliche Darstellung der jeweiligen Fahrten in der Region.

Die Plattform dient im ersten Schritt als Vermittlungsorgan, wobei wir – die Projektleiter – die laufende Wartung und Verbesserung übernehmen. Auf Basis einer transparenten Angebotslegung aller Pendlerströme in der Region können, Menschen die zur angeführten Zielgruppe gehören, in Eigeninitiative Fahrgemeinschaften bilden und weitere organisatorische Schritte setzen.
Ein wesentlicher Meilenstein ist die Erlangung einer kritischen Masse, die dieses neue System nutzen soll. Nur durch eine gewisse Anzahl an Mitfahrer und Mitfahrgelegenheiten, können auch tatsächlich jene Vorteile umgesetzt werden, die den Menschen helfen. Diese müssen zu den Bürgern getragen werden, in Form von bewusstseinsbildenden Maßnahmen. Neben einer gezielten Bewerbung der neuen Lösung, stehen auch Veranstaltungen mit Informationscharakter am Plan.

Wer profitiert?

Einfach ausgedrückt, ist die Mitfahrbörse „foahstmit.at“ vor allem für Menschen gedacht, die Ihre Mobilität verbessern wollen. Dies betrifft primär:
• Personen, die beruflich mit dem Auto unterwegs sind (Pendler, Dienstreisende, etc.)
• Personen, die privat mit dem Auto unterwegs sind (Reisen, Freizeit/Hobby, Training, Besuche, Proben, etc.)
• Personen ohne Auto (Schüler, Pensionisten, etc.)

Es sind aber auch Personen inkludiert, die nicht oder nur eingeschränkt mobil sind (junge Menschen ohne eigenem Auto, Senioren ohne Möglichkeit mit dem Auto zu fahren, etc.). Wir unterscheiden auch nicht nach klassischen Pendlerströmen, in Form von innergemeindlichen Pendlern, Pendlern über die Gemeindegrenze sowie Pendler ohne spezifisches Ziel. Vielmehr charakterisieren wir die Art der Wege, sprich – ist jemand privat oder beruflich unterwegs. Diese Unterscheidung hilft uns, die unterschiedlichen Motive der einzelnen Personen zur Beteiligung an Mitfahrgelegenheiten zu analysieren, um auch entsprechende Maßnahmen setzen zu können.

Wir freuen uns auf euer Feedback.

LG – das foahstmit-Team